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Deutschland seit 2011 im Syrienkrieg dabei

Quelle: 17. Mai 2017 BlauerBote

Bereits im April 2011 reiste der deutsche Agent Elias Perabo nach Syrien „in den Urlaub“, wo seit März 2011 vom Westen und seinen regionalen Verbündeten ausgelöste und genutzte Unruhen herrschten, bei denen gezielt syrische Sicherheitskräfte getötet wurden, damit man darauf aufbauend „für die Menschenrechte“ die syrische Regierung stürzen konnte. Im Januar 2012 plauderte Perabo ziemlich offen in der Süddeutschen Zeitung darüber, dass er Geld für die „Revolution“ in Syrien sammle und dies den „Rebellen“ in einigen Moscheen zukommen ließe. Ein typischer Zug in diesem Krieg gegen Syrien, bei dem gezielt ein falsches Bild einer „Crowdfunding-Revolution für Menschenrechte“ gezeichnet wurde. Heute weiß man längst, dass die „Rebellen“ in Syrien keine hippen Aktivisten sind, sondern Jihadisten, meist unter dem Oberbefehl der Al Qaida, und dass der Westen und seine lokalen Verbündeten bereits kurz vor dem „Arabischen Frühling in Syrien“ Waffen in das Land brachten (wie beispielsweise eine israelische Zeitung meldete), welche die radikalen Jihadisten in Syrien (aus den entsprechenden radikalen Moscheen) und kurze Zeit später unzählige ausländische Kämpfer gegen die weltliche und religiös tolerante syrische Gesellschaft einsetzten. Für den Westen das Werkzeug der Wahl in Syrien, vom Vorgang her teilweise ähnlich der Nutzung der Nazis und ihrer Millizen in der Ukraine. Das Pfui-Pfui bügelt seitdem die (Medien-) Propaganda aus. In manchen Pressekonferenzen war das US-Militär dagegen ehrlich: “That said, it’s primarily al-Nusra who holds Aleppo” (Al Nusra ist der syrische Arm der Al Qaida). Von Anfang 2012 bis Ende August 2012 plante die Bundesregierung unter Angela Merkel dann mit der Stiftung für Wissenschaft und Politik (SWP) und syrischen Oppositionellen in Berlin Wilmersdorf „die Zeit nach Assad“. Also den Umsturz. Die „Zeit nach Assad“ in den heute von den „Rebellen“ gehaltenen Gebieten in Syrien ist eigentlich eher von Mord, Folter, Vergewaltigung und „religiösem“ Extremismus kranker Psychopathen und Abenteurer aus über 80 Ländern der Welt gebrägt, wie Experten immer wieder betonen – allerdings erzählen die Qualitätsmedien mit ihrer verlogenen Letztes-Krankenhaus-Faßbomben-Giftgas-Propaganda selbstverständlich etwas ganz anderes. Das Videomaterial dazu haben sie von den Jihadisten und die ihr Geld nicht nur von Saudi-Arabien, Katar, Türkei und co, sondern auch vom Westen. 2016 prahlte das deutsche Auswärtige Amt mit der Unterstützung der Al-Qaida-Propagandaabteilung „White Helmets“ mit sieben Millionen Euro. Kurz vor dem Ende der Wilmersdorf-Konferenz 2012 jubelten deutschen Medien wie die WELT bereits Mitte August 2012: „Deutsches Spionageschiff hilft syrischen Rebellen“. Neben der Marine sollte auch der BND zu Feind-Spionagezwecken an Bord sein und gemeinsam mit den Bundeswehrsoldaten die tollen Hilfstruppen des Westens in Syrien, die Jihadisten, mit Informationen versorgen. Wie hatte doch ein Mitarbeiter der damaligen US-Außenministerin Hillary Clinton in den entsprechenden von WikiLeaks veröffentlichten E-Mails an Clinton im Februar 2012 gejubelt? „AQ is on our side in Syria“. AQ ist Al Qaida. Vielleicht hatte ihm auch keiner gesagt, dass das von Anfang an der Plan war. Das gleiche Modell hatte man bereits erfolgreich in Libyen angewendet und Hillary Clinton hatte damals öffentlich lauthals die brutale Ermordung des libyschen Präsidenten vor laufender Kamera bejubelt. Seit November 2016 mischt die Bundeswehr in Syrien-überwachenden AWACS-Flugzeugen angeblich oder tatsächlich beim sogenannten Kampf gegen den IS mit, bereits im Dezember 2015 waren unter dem Eindruck der hierfür nützlichen merkwürdigen Passvergesser-IS-Terroranschläge in Paris vom deutschen Bundestag bewaffnete Einsätze mit einer Fregatte und sechs Tornado-Kampfflugzeugen (Aufklärer) „gegen den IS“ beschlossen worden, der – wie US-Außenminister John Kerry vor syrischen Oppositionellen ausplauderte – bewußt von Irak nach Syrien geschleust wurde, um einen weiteren Kampffaktor gegen die syrische Regierung zu erhalten und auch, um „kreatives Chaos“ zu stiften. Oder wie Michael Flynn, der ehemalige Leiter des militärischen Geheimdienstes DIA (Defense Intelligence Agency) erklärte: „[ist] die Unterstützung und Expansion des Islamischen Staates auf eine bewusste Entscheidung der amerikanischen Regierung zurückzuführen“. Die Überwachungsdaten der Bundeswehr/NATO kamen – mindestens über die Saudis oder Türken – selbstverständlich auch den „Rebellen“-Jihadisten zugute, beispielsweise bei ihrer Zwischenoffensive in Aleppo im zweiten Halbjahr 2016. Zwischenzeitlich wurde auch aus Syrien über angeblich gefangene NATO-Offiziere in Aleppo berichtet, darunter auch ein Deutscher. Bestätigen läßt sich das aber nicht. Natürlich könnte es auch hier Verhandlungen und einen Austausch gegeben haben, ähnlich wie bei den vom Westen geretteten Terroristen-Jihadisten aus Ost-Aleppo und anderen Jihadisten-Enklaven. Nur eben mit Geheimdienstlern oder Soldaten des Westens und seiner regionalen Verbündeten. Vielleicht stimmt die Sache mit Merkels Mann in Aleppo auch nicht. Spezialkräfte der Bundeswehr will man auch schon in Randgebieten Syriens gesehen haben (Die USA ist dort ja schon offiziell – und illegal – vertreten). Das nur der Vollständigkeit halber. Perabo sammelt mit der Organisation „Adopt a Revolution“ heute noch Geld für den Überfall auf Syrien. 2015 – angesichts der „Flüchtlingswelle“ – fabrizierte er unter großer Begeisterung der Medien eine völlig indiskutable (angebliche) Umfrage unter syrischen Flüchtlingen in Deutschland, die gemeinsam mit Angela Merkel in der Bundespressekonferenz präsentiert wurde und die syrische Assad-Regierung wesentlich für die syrischen Flüchtlinge verantwortlich machte. Eine glatte Lüge, die zudem nicht zu vorherigen Umfragen westlicher Dienste in Syrien zur gewünschten Regierung passte. Auf diese Weise konnte verhindert werden, dass große Teile der flüchtlingsfreundlichen deutschen Bevölkerung angesichts der sichtbaren relativ großen Flüchtlingszahlen für ein Ende des Syrienkrieges protestierten. Die Syrien-Lüge wird in Deutschland buchstäblich mit aller nötigen Gewalt aufrechterhalten. Stimmen von renomierten Wissenschaftlern, Experten kommen dabei kaum noch zu Gehör. Der bekannte deutsche Orientexperte Professor Günter Meyer von der Universtität Mainz im Interview im Wiesbadener Kurier vom 6.8.2016: “Interviewer: Ein Brandherd ist dieser Tage Ost-Aleppo…. Meyer: ja. Allerdings ist die mediale Berichtserstattung darüber häufig sehr einseitig. So z.B., wenn der Spiegel titelt: ‘Die Islamisten sind Aleppos letzte Hoffnung‘. Die Dschihadisten der Al-Kaida angehörenden Nusra-Front und der nicht minder brutale Ahrar al-Scham haben die von der UN ausgehandelte Waffenruhe genutzt, um den Osten Aleppos militärisch massiv aufzurüsten. Diese ultra-radikalen Kämpfer geben dort das Kommando, nicht etwa moderate Rebellen, wie in vielen Medien immer wieder zu lesen ist. Wie in anderen vom Regime belagerten Städten benutzen die Dschihadisten auch hier die Zivilbevölkerung als Schutzschilde und verhindern, dass sich die Einwohner in Sicherheit bringen können.”. Erwähnt werden sollte auch das in seiner Wirkung auf die Bevölkerung in Syrien vielleicht sogar schlimmste Verbrechen der deutschen Bundesregierung (und der EU, der USA und anderer Staaten und Organisationen): Das gnadenlose Embargo gegen Syrien seit 2012. Ein deutscher Schneidermeister berichtete vor kurzem im Magazin Rubikon darüber nach seiner Rückkehr von einer Syrienreise: „Die Not in Syrien ist vor allem durch die Sanktionen des Westens verursacht, die fast das gesamte wirtschaftliche Leben in Syrien zum Erliegen gebracht haben. Das ist eine echte Katastrophe für Syrien, über die meines Wissens nicht eine einzige Nachrichtensendung umfassend und vor allem fair berichtet hat. […] Es ist der totale Boykott! Syrien kann nichts in die EU oder USA exportieren und absolut nichts von dort importieren. Nur ein paar Beispiele: Der internationale Zahlungsverkehr ist gesperrt, ich kann also meinen Freunden in Syrien nicht einmal etwas Geld überweisen, damit es ihnen etwas besser geht, ich darf es nicht. Davon sind natürlich alle betroffen, auch gerade Hilfsorganisationen wie das UNHCR oder der Rote Halbmond. Alle Hilfsleistungen laufen nur noch über Moskau, Teheran und Beirut. Das ist natürlich mit erheblichen Problemen verbunden. Ein krasses Beispiel: Die Djihadisten haben etliche Wasserwerke, Stromkraftwerke und Leitungen zerstört. Um diese zu reparieren, werden Ersatzteile benötigt, die Syrien einkaufen müsste. Dürfen sie aber nicht. Das schadet Syrien, aber auch den Anbietern in Europa entgehen große Aufträge. Es ist absurd. […] Durch die Sanktionen ist die nationale Wirtschaft Syriens in den Kriegsjahren derart geschrumpft, dass das Pro- Kopf- Einkommen der Bevölkerung von ca. 500 Euro im Monat auf ca. 80 – 100 Euro im Monat gesunken ist.“.