#2701

Das Geheimnis des Todes
    Dann sprach Almitra:
    „Jetzt würden wir gerne etwas über den Tod erfahren.“
    Und der Prophet antwortete:
    „Ich weiß, das Geheimnis des Todes würdet Ihr gern kennen. Es gibt nur einen Weg es zu finden; schaut in euer Leben.
    Die Eule, die mit ihren Nachtaugen am Tag blind ist, kann das Geheimnis des Lichts nicht ergründen. Blind seid ihr ebenso für das Geheimnis des Todes; es zu schauen müsst ihr eure Herzen weit öffnen, damit das Leben einziehen kann. Denn Leben und Tod sind eins, wie der Fluss und das Meer.
    In euch, doch wie in Meerestiefe, liegt stille Kenntnis vom Jenseits, eingebettet in eure Hoffnungen und Sehnsüchte. Und wie Samenkörner träumend unter Schnee verborgen, so ist eure Hoffnung vom neuen Leben. Nehmt diese Träume an, sie sind das verborgene Tor zu Ewigkeit.
    Eure Angst vor dem Tod gleicht dem Zittern eines Hirten, dem der König die Hand auflegen wird, um ihn auszuzeichnen. Ist das Zittern denn nicht Ausdruck seiner Freude, dass er das Ehrenzeichen des Königs tragen wird? Doch empfindet er im Zittern nicht noch mehr als dies! Ist doch sterben wie nackt im Wind zu stehen und zu vergehen, wie Schnee in der Sonne. Ist doch das Erlöschen des Atems wie das befreit sein vom rastlosen Dahintreiben, damit das Leben emporsteigt, sich entfaltet, um unbelastet Gott zu schauen.
    Erst, wenn du vom Fluss der Stille getrunken hast, wird dein Gesang erklingen; erst wenn du den Gipfel des Berges erreicht hast, wirst du aufsteigen, und erst wenn die Erde deine Glieder gefordert hat, wirst du wahrhaft tanzen.“

Gibran Khalil Gibran

#4.Uwe #RIP 0117 😦

#0601

Recognizing this the Sufi names music ghiz-i-ruh, the food of the soul, and uses it as a source of spiritual perfection; for music fans the fire of the heart, and the flame arising from it illumines the soul. The Sufi derives much more benefit from music in his meditations than from anything else. His devotional and meditative attitude makes him responsive to music, which helps him in his spiritual unfoldment. The consciousness, by the help of music, first frees itself from the body and then from the mind. This once accomplished, only one step more is needed to attain spiritual perfection. Sufis in all ages have taken a keen interest in music in whatever land they may have dwelt. Rumi especially adopted this art by reason of his great devotion. He listened to the verses of the mystics on love and truth sung by the qawwals, the musicians, to the accompaniment of the flute.

Hazrat Inayat Khan